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Malte
Blockhaus

ZEITGENÖSSISCHER
MALER & FILMEMACHER in Kiel

BETRACHTUNG 

Der Maler Malte Blockhaus ist geprägt von der Suche nach unmittelbarer, freier Form, nach einem „poetischen Ausdruck im Ungegenständlichen“. Seine Arbeiten sind in einem intuitiven Raum angesiedelt und damit unabhängig von bestehenden Konzepten, Konventionen und Maßstäben. Die Kompositionen offenbaren sich ihm während des Malprozesses, den er selbst als „Abenteuer“ bezeichnet, wobei er im Zusammenspiel mit seinen Materialien Werke schafft, die zwischen Zufall und Absicht angesiedelt sind. Die Bilder von Malte Blockhaus sind kraftvoll, explosiv, aufregend, sinnlich, emotional, und manchmal auch still und zart: Lose Linien und sich verdichtende pastose, bisweilen aber auch transparente (Energie) Felder von Acryl auf Papier, Karton und Leinwand.

 

​Charakteristisch für seine Bilder ist ein außergewöhnlich pastoser Farbauftrag, der den assoziativen Zugang zu seinen Gemälden erweitert. Somit ist das Besondere an Blockhaus Werk die physische Präsenz seiner Bilder. Seine Arbeiten sind bestimmt von emotionaler Gestik und spontanen Schaffensprozessen, der Loslösung der Farbe von der Form und der Linie vom Motiv, dem Verletzen des Malgrundes und dem Vordringen der Malerei in die dritte Dimension. Der Bildträger ist für Blockhaus keine Kompositionsfläche, sondern ein Aktionsraum. Das Ergebnis sind Bilder mit einer urwüchsigen Ausstrahlung, die häufig an archaische Naturlandschaften und -gewalten erinnern. Die enorme Präsenz der Werke entsteht durch das Kräftemessen des Künstlers mit dem Material.

 

Malte Blockhaus führt auch eine Auseinandersetzung mit Bildzeichen, er gestaltet Chiffren. Hinter den Chiffren steckt kein verborgener Sinn, der auch anders deutbar wäre, sie sind die Buchstaben von persönlichen Alphabeten oder besser Schriften, und keine Symbole. Sie sind nicht Abbild, sondern eher Metaphern metaphysischer Bezüge.

Dr. Imke Ehlers (Kunsthistorikerin)

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Maler, Filmemacher, Geograph

geboren am 24.04.1984 in Osnabrück

lebt und arbeitet in Kiel

 

2009: Dokumentarfilm „Bücken für 8 Cent“

2013: Diplom: Geographie, Politik, Medien (Universität zu Kiel)

2013: Fotoausstellung (Brücke SH, Schleswig)

2018: Kino-Dokumentarfilm „Following Habeck“

seit 2019: Arbeit als freischaffender Künstler

2023: Zusammenarbeit mit Dr. Imke Ehlers (Kunsthistorikerin)

2023: vertreten in Galerie Lüth (Schobüll/Husum)

2023: Kunstraum B (Kiel) "pocket art", Gruppenausstellung

2024 bestätigt: Artist Residency Pedvale (Lettland)

2024 bestätigt: Kunststipendium Villa Fohrde

CV

im Studio

AUSDRUCK UND ERKENNEN

Ein gutes Bild ist nicht zwingend ein schönes Bild. Im Entstehungsprozess will ich effekthafte Schönheit immer wieder in Frage stellen. Das verlangt meine ganze Energie und ich erreiche das nur mit viel Mut. Es ist der regelmässige, wenngleich unmögliche Versuch für kurze Zeit jegliche Erfahrungen, Normen und externe, sowie interne Schönheitsdefinitionen auszublenden. Und der Mut zur naiv-kindlichen Geste mit meinem intuitiven Ausdruck. Ich versuche an die Grenze zu gehen, das ansprechend Schöne zu verändern und – wenn man so will -  zu verschlechtern. Nette Zufälligkeiten sind mir heute zu wider. Diese zerstöre ich unmittelbar. In diesem Bewusstseinszustand zwischen Mut und Verzweiflung, fordere ich das Bild immer wieder heraus.

 

Die entscheidende Frage ist dann, ob ich es schaffe diese Stimmung rechtzeitig zu erweitern. Um die eingetretene Veränderung des Bildes bewusst wahrnehmen und die Qualität einschätzen zu können, brauche ich eine geduldige und zugewandte Haltung. Die Erwartung darf nicht zu groß sein. Nur dann bin ich offen genug, Qualität zu erkennen. Erreiche ich diese Stimmung der Geduld nicht, wird die Verzweiflung jedes Bild zerstören.

 

Mühsal ist ebenso notwendig, aber weniger bei Genauigkeit des Pinselstrichs oder der Farbauswahl. Die größere Anstrengung ist die Herstellung und der Wechsel zwischen kindlich-mutiger Verzweiflung, sowie erwachsener Erfahrung und Geduld.

Wenn ich mich im Grenzbereich zwischen beiden Bewusstseinszuständen sorglos und ohne zu großen Erwartungen hin- und her bewege, können neue - bestenfalls wahrhaftige - Werke entstehen.

Malte Blockhaus (Herbst 2023)

l e t m a (160x130 #95_2023)
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FILM

DOKUMENTARFILME 

"Following Habeck" 2018

"Bücken für 8 Cent" 2010

"Singing People" 2009

"Following Habeck" 2018

"Bücken für 8 Cent" 2010

"Singing People" 2009

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